Tagesgeld
Vor der Krise 2008 war das Tagesgeldkonto der Tipp schlechthin, wenn es um das sichere Anlegen von Geld ging. Natürlich, hier waren die Zinsen sehr hoch und das Geld war jederzeit verfügbar. Im Gegensatz dazu stehen die festen Anlagen, die zwar auch rentable Zinsen bieten, dafür das Kapital aber auf Monate oder gar Jahre gebunden haben. Von den teilweise mehr als fünf Prozent Zinsen sind wir heute weit entfernt, das Zinsniveau beläuft sich auf rund 1,3 bis 2 Prozent.
Banken, die mit höheren Renditen locken, können dieses Versprechen meist nicht lange halten oder es handelt sich nur um Angebote für Neukunden. Leider ist beim Tagesgeldkonto niemand davor sicher, dass die Zinsen sich bewegen, das heißt, sie können auch jederzeit wieder fallen. Das Tagesgeldkonto kann nicht allein geführt werden, es ist immer ein Girokonto dazu nötig. Wer Auszahlungen vornehmen lassen möchte, muss das Geld also zuerst auf sein Girokonto überweisen lassen. Hier ist es von Vorteil, wenn die kontoführende Bank das Onlinebanking anbietet, so sind Auszahlungen zu jeder Zeit und Stunde möglich.
Selbst mit den weitaus niedrigeren Zinsen - im Vergleich zu einiger Zeit zuvor - sind Tagesgeldkonten eine gute Möglichkeit, Geld Gewinn bringend anzulegen. Vor allem, wenn die Bank mit der monatlichen Zinsausschüttung aufwartet. Dann kann der Kunde vom Zinseszinseffekt profitieren und "erwirtschaftet" in einem Jahr so weitaus mehr Geld. Je nach Bank kann das unterschiedlich gehandhabt werden, es gibt auch Banken, die nehmen die Ausschüttung der Zinsen nur einmal zum Jahresende vor.
Das Tagesgeldkonto bietet sich aufgrund der Zinsen auch als Sparkonto für Kinder an. Hier können alle, die für das Kind etwas sparen wollen, die Überweisungen vornehmen, Auszahlungen dürfen nur die gesetzlichen Vertreter der Kinder oder später sie selbst vornehmen. Im Vergleich zum guten alten Sparbuch ist das Konto daher sinnvoller, denn beim Sparbuch sind meist nur Zinsen von 0,75 bis 1 Prozent drin.